Sonntag, 8. Juli 2007

Der grüne Daumen


Ja, den habe ich ja im allgemeinen nicht... und im besonderen auch nicht. Noch nie gehabt. Bei mir gehen Pflanzen innerhalb von 3 Tagen ein, egal ob ich nun viel, wenig oder sonstwie gieße. Ich gehe an Pflanzen vorbei, und sie betreiben Spontan-Mumifizierung... Ich hab auch schon mit den Orchideen meiner Eltern gar liebreizend geredet, damit sie mir bloß nicht eingehen, während meine Eltern in Urlaub waren.
Na, wie dem auch sei, ich hatte ja zu Weihnachten einen kleinen Topf mit Peperoni-Samen und Dünger geschenkt bekommen, den ich extra noch bis zu meinem Umzug unangetastet gelassen hatte. Und nun ist da tatsächlich ein Pflänzchen durch den Humus gekommen, und das hält sogar schon sage uns schreibe 4 Wochen tapfer durch. [/Freude] Ich kann das ja jeden Abend kaum fassen, wenn ich von der Arbeit komme und die Fensterbank immernoch grün zeigt. Also wünsche ich mir jetzt mal, dass die Peperoni noch länger durchhält.

Was ich dagegen ja viel besser kann ist Kochkram. Heute hab ich mich an so ´nem geilen Rhabarber-Parfait mit weißer Kuvertüre versucht. Mmmjamm! Wenn das eingefroren immernoch ansatzweise so schmeckt wie vorhin, dann hab ich morgen ein kalorisches Problem ;)
Und da es keine weiße Kuvertüre im Supermarkt gab und ich stattdessen auf Schokolade zurück gegriffen hatte, habe ich ganz nebenbei noch die weltbeste weiße Schoki ever entdeckt. Bio-Schokolade mit Honig *umfall*

Samstag, 7. Juli 2007

Tja, ich hab ja noch ernsthaft überlegt, ob ich jetzt wirklich was dazu schreiben soll, aber nachdem ich gesehen hab, dass Orin sich auch schon dazu ausgelassen hat, denke ich, es kann nicht schaden.

Zur Zeit läuft der Live Earth Day im Fernsehen... und ich finde die Übertragung selbst nicht nur komplett langweilig, sondern mich als umweltbewussten Wähler regt es auch mal wieder auf, wie naiv die Leute auf diese Werbekampagne reagieren. Es ist ja nun echt nicht so, als hätte die Welt über Nacht ein Problem mit dem Klimawandel bekommen. Jeder normale Mensch, der hin und wieder die Nachrichten guckt, war sich seit Ewigkeiten dieser Tatsache bewusst, und auch wenn ein Herr Bush der Meinung ist, ignorieren zu können, dass es bergab geht mit der Umwelt und lieber schön weiter Nation-Müllmaker-und-Stromfresser spielen lässt, heißt das doch nicht, dass das die Sache verlangsamt. Aber durch die beknackte Konzertaktion, die selbst tonnenweise Müll anfallen lässt und Energie verbraucht, fühlen sich die Leute jetzt erstmal wieder toll. Ganz ehrlich: Ich finde Al Gore ja sonst echt nicht schlecht, aber dass ausgerechnet von ihm jetzt eine so pseudo-engagierte Werbeaktion kommt, finde ich irgendwie schwach.

Edit: Ach herrjeh... jetzt läuft diese zugehörige Doku. Na, ich bin ja mal gespannt. Aber gut, zumindest ist es emotional, beinhaltet eine Handvoll wissenschaftliche Tatsachen, und man kauft Gore sein Engagement ab.

Mittwoch, 4. Juli 2007

Züge, Regen und Salat


Diese Woche ist irgendwie doof... erst streikt die Deutsche Bahn (btw: so langsam können mir die Leute mit ihren dauernden Streikphasen echt mal den Buckel runter rutschen), und es kommen alle zu spät zur Arbeit. - Wobei ich echt noch Glück hatte und die einzige S-Bahn weit und breit erwischt hab. Und dann bin ich gestern und heute zusammen genommen DREI MAL nass geworden *schüttel* Gestern Abend fand ich den Sommerregen ja noch romantisch, aber als ich heute Morgen dann die volle Ladung abgekriegt hab auf dem Weg zur Arbeit, ich mich Dank einer anders fahrenden Bahn durch die matschige Pampa kämpfen musste und der einzige Unterstand der "Windschatten" eines kleinen Bäumchens war, fand ich das schon weniger witzig. Vor allem weil ich anschließend, während mein Jäckchen trocknete, echt gefroren habe.
Naja, davon abgesehen werden diese Woche jedenfalls Salatvariationen ausgetestet. Das schmeckt super und tut mir auch mal gar nicht so ungut. Bis jetzt gefällt es mir super.

Sonntag, 1. Juli 2007

Green Hell Blog Tour

Ok, ich schätze, ich mach da jetzt einfach mal mit. Also:

Alter Ego: In welcher Film-, TV- oder Romanfigur finde ich mich am ehesten wieder und warum?

Tja, welche Figur? Das ist ja gar nicht so einfach. Zuerst dachte ich, ich weiß gar keine Figur, die mir auch nur ansatzweise nahekommt, denn das ist es, was ich beim Gucken/Lesen ständig denke. Die Charaktere sind aber ja oft auch einfach sehr eindimensional gestaltet oder in einer gewissen Hinsicht sehr extrem, einfach weil man das für den Handlungsverlauf braucht.
Aber dann ist mir eingefallen, dass es in den USA mal eine Fernsehserie gab, deren Protagonistin mir recht ähnlich ist. Die Serie heißt "Freaks and Geeks" und dreht sich um das Leben eines Mädchens in der letzten Phase der Highschool: Lindsay. Lindsay ist im Grunde recht intelligent und war bis zu den letzten Sommerferien eigentlich ein Nerd, weil sie sich in komischen inner- und außerschulischen Dingen engagiert, z.B. die Mathletes. Über den Sommer hat sie dann aber nun irgendwie einen geistigen Sprung gekriegt und orientiert sich jetzt ihr komplettes Image neu. Sie hat gemerkt, dass in ihr ein Nerd steckt, sie findet es aber furchtbar und ist damit vielen ihrer früheren Freunde voraus, die noch nicht einmal merken, wenn sie negativ auffallen und warum. Heile, naive Welt eben.
Mir ging es in der Schulzeit eigentlich immer ähnlich. Ich wusste immer, dass in mir ein Nerd steckt, aber ich fand es immer furchtbar und hab versucht, entsprechendes Verhalten zu vermeiden, wo es ging. Auch wie Lindsay mit ihrem Freund umgeht, kann ich gut nachvollziehen. Sie sieht zwar nicht ein, dass er von außen als Honk abgestempelt wird (weil ernicht so clever ist und offensichtlich eher das Losergen hat) und verteidigt ihn nach außen hin. Sie kriegt aber trotzdem einen zu viel, wenn er ihr ein Kärtchen schreibt, das aus gerade mal 1 Satz besteht und trotzdem gleich 2 elementare Schreibfehler einbaut. Ich denke, wenn mein Freund zu mir "Ich liebe dir" sagen würde, würden sich mir auch die Fußnägel hochkrempeln. Und ich lache mich jedes Mal kaputt, wenn sie wieder merkwürdig reagiert auf diverse Dinge. Einerseits möchte man sie schütteln, andererseits hätte ich mich in dem Alter aber genauso verhalten.

Jedenfalls ist Lindsay ein gutes Beispiel dafür, wie man erstmal herausfinden muss, wer man eigentlich selbst ist und wie man lernt zu seinem eigenen Charakter zu stehen und eine starke, autarke Persönlichkeit zu sein ohne den Nerd (und das Mädchen) in sich dabei zu verleugnen.
Ich selbst halte mich heute, mit temporären Ausnahmen, eigentlich für eine relativ starke Frau. Aber bis hierhin hat es doch recht lange gedauert. In der Schule habe ich damals meine Unsicherheit damit wettgemacht, dass ich als Klassensprecher und ähnlichen Dingen in vielen Dingen das Sagen hatte und mich außerdem auch im Zweifelsfall immer auf diese "Ämter" und Nischen berufen konnte. Wenn ich also uncool (und uncool war in meinem Fall nicht nur nerdig sondern eben auch weibisch) war, hatte ich eine Entschuldigung dafür. Ich denke, tough gewirkt hab ich wohl schon immer. Aber es war ein eindimensionales stark sein, und bis mein innerer Nerd, mein Gefühlsleben und mein Äußeres sich zu dem zusammen getan haben, was jetzt gerade diesen Blogeintrag verfasst ;) war es doch ein ziemlich langer Weg.

Vor mir war Shieldmaiden dran.

Tierzeit


So, es ist mitten in der Nacht, ich bin noch auf, und somit ist es Zeit für ein paar doofe Personalitytests aus dem www. Ich hab mir mal die "Welches Tier bist du?" Tests vorgenommen, und obwohl die alle unterschiedlich sind (und zugegebenermaßen ziemlich beknackt) kam eigentlich immer ein ähnliches Ergebnis raus. Find ich ja ganz interessant. Ich bin offenbar entweder ein Wolf oder ein Fuchs. Hmm... tja, also hier mal eine Beschreibung für einen Fuchs:

Appealing and cerebral and of average size, the fox is a close relative of both the wolf and dog personalities and displays typical canine qualities of loyalty, passion and creativity. Largely misunderstood to be a shy, retreating individual, it's the fox's unique stature as a small carnivore that defines its survival strategy. Because it cannot succeed in the world using brute force alone, it must rely on its sharp mind and engaging personality to garner resources, and it consequently spends a lot of time in its head -- giving the impression that it's trying to outsmart its friends. So the fox is often surprised to learn that its intellectual pursuits are intimidating.

So, the fox tempers its serious nature with a sardonic sense of humor and engaging playfulness while interacting with its eclectic community. It expects others to be as honest about their strengths and shortcomings as it is of its own, and while these high expectations don't make the fox a snob, it expects its friends to first demonstrate their worthiness before returning the favor with loyalty and devotion.

Foxes are typically successful in the work place but their competitiveness and ambition sometimes makes coworkers feel belittled. They would never deliberately take advantage of others, but their single-mindedness often blinds them to their feelings. So they thrive in their own businesses and like to surround themselves with family and friends in these ventures. Although they demand consensus in all decisions, they dominate discussions and steer the plans to reflect their own agenda.

A discussion with a fox is invariably stimulating and challenging. Its great curiosity and worldly experience makes it a wonderful conversationalist and it's able to hold forth on a number of different topics with ease. Sometimes, however, the fox will view a conversation as a competitive challenge, which proves to be off-putting and annoying to its companions.